Der große Umzug - Teil 2: die Terrariengestaltung


Der große Umzug

Teil 2 - die Terrariengestaltung


Nachdem durch Maik in monatelanger Arbeit die Räumlichkeiten von Grund auf saniert wurden steht nun meine Paradisziplin an: Das Einrichten der Terrarien! Natürlich werde ich nicht sofort für alle neuen Terrarien Rückwände bauen können. Im Frühjahr 2021 wird der Fokus darauf liegen, überhaupt mal alle Terrarien mit Klettermöglichkeiten, Pflanzen, Bodengrund und weiteren Elementen auszustatten. Ab dem Winter 2021/22 in der Winterruhezeit werde ich dann nach und nach immer mehr Rückwände bauen, so wie ich vorankomme. Nachfolgend könnt ihr im Detail verfolgen was passiert.

2. Der Plan für das Terrarienzimmer


Momentan haben wir etwa 25 m2 für unsere 30 Terrarien, verteilt auf ein Zimmer mit 17 m2 und einen Teil des kleineren Gästezimmers. Wer einmal da war kann bestätigen, es wurde wirklich jeder cm im Raum genutzt. Schon bei Besichtigung war klar, dass im neuen Haus mindestens doppelt so viel Platz für die Tiere sein soll, um mehr Tiere einzeln und/oder in nochmals grösseren Terrarien halten zu können. Ausserdem sollten 2 separate Räume für Quarantäne und als Waschraum mit grossem Industrie-Spülbecken, Geschirrspüler, Tiefkühler fürs Futter eingeplant werden.

Im Haus fiel dann die Wahl auf den Kellerteil des Anbaus

(36 m2), sowie die 3 angrenzenden Räume im Keller (40 m2). 39 Terrarien und 2 Aufzuchtblöcke mit je 12 Terrarien sollen hier Platz finden.


Die Terrarien sind Anfang Dezember geliefert worden. Terrarienbau Hohls hat diese Mammut-Aufgabe zuverlässig unter Berücksichtigung aller Sonderwünsche gestemmt und das Ergebnis ist toll. Besonders freue ich mich, dass die größten Terrarien Scheiben-Rollsysteme haben, wodurch die Scheiben ganz sanft gleiten.


Alles muss dann natürlich mit Licht und Wärme bestückt und später noch eingerichtet werden. Teilweise werden wir dann ganz neue spezialisierte LED-Strahler verbauen, außerdem nehme ich mir zu Herzen, was ich im Sachkundekurs im Sommer gelernt habe und werde Spots montieren, um den Tieren eine Stelle speziell zum Sonnenbaden anbieten zu können.


Nach langer Fahrt (11 Stunden) wurden zuerst alle Tiere gut untergebracht. Ich hatte 2 Quarantäneterrarien vorbereitet, in denen die baby-Nattern und meine Regenbogenboa warm bleiben konnten. Die anderen waren ja eh im Winterruhemodus und konnten kühl bleiben. Dann habe ich den Aufzuchtblock eingerichtet mit Licht und Einrichtung. Danach folgte das Terrarium der Boa.


In unserer Quarantänezeit um Weihnachten machten wir damit weiter, jedes neue Terrarium mit Licht und Wärme auszustatten. Für die großen Terrarien besteht die Technik aus Spezial-LEDs mit Vollspektrum von Arcadia, Heat Panels für die Grundbeheizung , sowie Spots mit Schutzkorb für eine Stelle zum Sonnenbaden. Für die kleineren Terrarien reichen Licht und Spots.


Alles muss schlau geplant werden, damit wir nachher keinen Kabelsalat haben und Lichter in Gruppen über Zeitschaltuhren und die Heizquellen über Thermostate steuern können.


Nach der Technik folgt die Grundeinrichtung, prinzipiell bestehend aus Ästen und Wurzeln aus dem Garten. Für den Bodengrund verwenden wir eine Mischung aus Kokosfaserbriketts und Humuserde, bei der Boa zusätzlich mit Rindenchips. gemischt. Die XL-Briketts mit je 4.5 kg ergeben 70l und müssen nacheinander aufgeweicht und dann im jeweiligen Terrarium zerbröselt werden, damit sie später einheitlich leicht feucht sind. So können die Tiere später ideal buddeln.

Leider konnten wir durch den Lockdown nicht wie geplant in meinen Lieblings-Pflanzengroßmarkt fahren, wo ich eigentlich eine Riesenladung Pflanzen holen wollte. So müssen wir dies auf Februar verschieben und Boa wohnt solange mit etwas spärlicherer Begrünung.


Anfang Februar ist nun die alte Wohnung geräumt und wir leben inmitten von Gerümpel und Kartons im Haus. Maik hat die restlichen LEDs und Spots installiert und nun muss ich alles putzen, teils die Rückwände reparieren und frisch streichen und dann fehlt noch einiges an Ästen. Sobald das geschafft ist beginnt der beste Teil, das Einrichten! Ich weiche immer noch Kokosfaserbriketts auf, was habe ich mir da nur bei gedacht.... Aber in ein paar Wochen wird dann alles bereit sein, natürlich folgt ein Video vom Endergebnis :)


Jetzt um den 22. Februar bekommt alles langsam etwas Struktur. Die Rückwände sind fertig, die Pflanzen geliefert und umgetopft, viele Terrarien sogar schon fertig eingerichtet. Aber der Teufel steckt eben im Detail und es soll wirklich alles passen. Wir mussten z.B. mehrfach im Garten noch Äste absägen, um wirklich allen Tieren Klettermöglichkeiten anbieten zu können. Zum Glück wurden die Bäume sehr lange nicht gepflegt und konnten das sowieso mal gut vertragen.


Auch das Thema Pflanzen, eigentlich etwas total banales, war echt schwierig. Die Gartenmärkte haben noch zu und wir mussten uns durch einige Online-Anbieter probieren (zudem erschwert durch die Eiseskälte in der ersten Februarhälfte), bis wir in www.exotenherz.de die perfekte Anlaufstelle für große, kräftige Pflanzen gefunden hatten.


Für die "Eröffnung" und den Wiedereinzug meiner lieben Monster habe ich nun den 6.3. angesetzt, so habe ich noch ein volles Wochenende für die Restarbeiten. Bis dahin werde ich zu den Terrarien noch nicht zu viel zeigen, es soll ja eine große Überraschung werden.


Eine neue Erfahrung für die Anlage ergibt viele zusätzliche Mitbewohner, ich möchte nämlich einen Teil der Terrarien mit Asseln als Bodenpolizei besetzen. Diese sollen Laub, totes Holz und Hinterlassenschaften der Schlangen beseitigen die ich nicht erwische. Mal sehen, wie das klappt.


UND es kommt ja noch ein großer Posten, nämlich die Küche für den Hauswirtschaftsraum, wo ich dann die Näpfe waschen kann. Diese holen wir am 26.2. ab und bauen sie dann auf.

Also, es geht in die letzten Tage, mit Volldampf! :)